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Auf psychologischer Ebene sind Faktoren Einflüsse, die Verhalten, Fühlen und Denken prägen. Dazu zählen persönliche Erfahrungen, soziale Beziehungen und Umweltbedingungen. Ihr Verständnis ist wichtig für die Analyse psychischer Prozesse und die Entwicklung therapeutischer Ansätze.
definiert von: Katharina Demke, Mara Hüttner, Avelina Lovis-Schmidt
Erinnerungen an Ereignisse, die tatsächlich nicht (so) erlebt wurden. Forschung zeigt, dass solche falschen Erinnerungen durch Fremdsuggestion (z. B. durch voreingenommene Fragetechniken bei Vernehmungen oder in Therapiegesprächen) oder Autosuggestion (z. B. durch eigene (Um)Deutungen von Symptomen, Träumen, etc.) entstehen können.
definiert von: Roland Imhoff, Marcel Meuer, Andreas Mokros, Aileen Oeberst
meint den sozialen Hintergrund von Familien, der ganz eng mit dem schulischen Lernen von Kindern verknüpft ist. Die familiäre Herkunft wird oft anhand der Bildungsabschlüsse der Eltern, dem Einkommen bzw. der beruflichen Situation der Eltern oder den Kulturgütern im Haushalt wie der Anzahl der Bücher gemessen. Auch die kulturelle Praxis der Eltern (z. B. Theaterbesuche) und die Art und Weise, wie sie mit ihrem Kind kommunizieren, werden als Merkmale der familiären Herkunft angesehen.
definiert von: Andrea Westphal, Miriam Vock
Besonders ausgeprägte Art der Erschöpfung, die als Symptom u.a. im Rahmen des post-COVID-Syndroms, des Chronischen Fatigue-Syndroms, Multipler Sklerose aber auch bei Krebsbehandlungen auftritt.
definiert von: Daniel Scharfenberg
Signalweiterleitung einer Zelle, die erfolgt, bevor rekurrente Signale übergeordneter Areale empfangen werden.
definiert von: Andreas Weber, Filipp Schmidt
bedeutet die Regulierung von Unrecht zwischen Geschädigtem und Schädigendem und stellt somit eine Form der Selbstjustiz dar. Die extremste Form einer Fehde ist in der Vendetta zu sehen.
definiert von: Jens Hellmann, Deborah Felicitas Thoben
positiver Umgang innerhalb eines Teams oder einer Organisation mit Fehlern, d. h. Kommunikation von und Reaktion auf Fehler, die Lernen aus Fehlern ermöglichen und den Fokus nicht auf die Schuld für den Fehler legt
definiert von: Astrid Macamo
Eine negative Charakterisierung einer fremden sozialen Gruppe oder Nation.
definiert von: Jost Stellmacher, Gert Sommer
Die Koordination und Kontrolle über präzise und kleine Bewegungen.
definiert von: Alexej Michirev, Laura Voigt, Maša Iskra
ein Forschungsprojekt, das unter alltäglichen, realen Bedingungen durchgeführt wurde
definiert von: Theresa DiDonato
Klassisches Aufgabenformat in der Intelligenzdiagnostik. Den Testpersonen wird eine Matrix aus üblicherweise 3x3 Feldern präsentiert. In diesen sind geometrische Figuren enthalten, die bestimmten Veränderungsregeln folgen. Die letzte Zelle der Matrix ist leergelassen und muss von den Testpersonen durch eine Antwortoption ergänzt werden, die den geltenden Veränderungsregeln entspricht.
definiert von: Nicolas Becker, Samuel Greiff, Matthias Stadler
Die Fähigkeit die einzelnen Finger voneinander zu unterscheiden ohne sie zu sehen.
definiert von: Alexej Michirev, Laura Voigt, Maša Iskra
Das Empfinden von Wut, aufgrund von etwas, das einem selbst angetan wurde.
definiert von: Janne van Dijk - van Doorn
Das Fleischparadox beschreibt den Widerspruch, der daraus entsteht, dass Menschen gerne Fleisch essen, aber gleichzeitig Tieren kein Leid zufügen möchten. Wird das Fleischparadox bewusst, empfinden Menschen das als unangenehm und verwenden verschiedene Strategien, um es aufzulösen—meist ohne dabei ihr Ernährungsverhalten zu ändern.
definiert von: Benjamin Buttlar, Eva Walther
In der Psychologie versteht man unter Flüssigkeit die Leichtigkeit, mit der Informationen verarbeitet werden können.
definiert von: Julia Kozlik
Funktionelle Magnetresonanztomographie; wissenschaftliche Methode zur Untersuchung der Sauerstoffversorgung im Gehirn.
definiert von: Esther Kühn
Funktionelle Nahinfrarotspektroskopie; wissenschaftliche Methode zur Untersuchung der Sauerstoffversorgung im Gehirn mittels Infrarotlicht.
definiert von: Pascal Vrtička
Kontinuierliche Drehbewegung der Augen um einem bewegten Objekt zu folgen und es auf der Fovea zu halten.
definiert von: Alexander Göttker
Food Neophobia (deutsch: Lebensmittel-Neophobie) bezeichnet die Angst oder Abneigung gegenüber neuen oder unbekannten Lebensmitteln. Menschen mit hoher Food Neophobia zögern, neue Speisen zu probieren, da sie diese als potenziell unangenehm oder unsicher wahrnehmen. Dies kann kulturell, biologisch oder durch persönliche Erfahrungen bedingt sein.
definiert von: Lena Szczepanski, Milan Büscher, Lene Strootmann, Florian Fiebelkorn
Stelle des schärfsten Sehens auf der Netzhaut, der im Zentrum des visuellen Felds ein Bereich etwa in der Größe des Daumennagels bei ausgestrecktem Arm entspricht.
definiert von: Alexander Göttker
Unterschiedliche Darstellungsformen derselben Information, die verschiedene psychologische Prozesse anstoßen. Beispiele: Ein Glas ist halbvoll vs. halbleer; 100 von 300 Menschen starben vs. 200 von 300 Menschen wurden gerettet.
definiert von: Mario Herberz
Eine Frauenquote (oder Geschlechterquote) beschreibt den vorgeschriebenen Mindestanteil von Frauen (bzw. Männern) in bestimmten Funktionen oder Gremien wie bspw. Aufsichtsräten.
definiert von: Angela R. Dorrough, Christa Nater, Monika Leszczyńska
Freier Gedächtnisabruf bezeichnet einen Gedächtnistest, bei dem die Person gebeten wird, Informationen, die sie zuvor gelernt hat, frei aus dem Gedächtnis zu reproduzieren, ohne eine Gedächtnisstütze zu verwenden (im Englischen free recall). Ein Beispiel dafür wäre, wenn Personen zuerst einen Text lesen und danach den Text aus dem Gedächtnis wiedergeben müssen, ohne ihn vor sich zu haben. Ein weiteres Beispiel findet sich im Grundschulunterricht, wenn Schüler und Schülerinnen Gedichte auswendig lernen, um sie danach frei aus dem Gedächtnis zu rezitieren.
definiert von: Carolina E. Küpper-Tetzel
Freiheitsgrade sind die Möglichkeiten einer Variablen (z.B., eine Bewertung) zu variieren. Vergibt ein Prüfer zu Beginn einer Urteilsserie eine extreme Bewertung, z.B. eine 1,0 in einer universitären Prüfung, hat er in der Weise seine Freiheitsgrade eingeschränkt, dass er folgend keine besseren Bewertungen mehr abgeben kann. Eine Bewahrung von Freiheitsgraden zu Beginn einer Prüfungsserie hat zur Folge, dass eher mittlere Urteile gefällt werden und erst im späteren Verlauf sehr gute Leistungen mit „sehr gut“ und sehr schlechte Leistungen auch mit „sehr schlecht“ bewertet werden.
definiert von: Christian Unkelbach
Der Freiheitsspielraum bezeichnet alle Handlungsmöglichkeiten sowie alle möglichen Einstellungen und Meinungen, die ein Mensch für sich als mögliche Alternativen betrachtet und in einem Handlungsszenario zu besitzen glaubt.
definiert von: Philipp Sischka, Jean Philippe Décieux, Kristina Marliese Neufang, Alexandra Mergener
In Freistilstaffeln können die SchwimmerInnen ihren Schwimmstil selbst wählen. Da der Kraulstil der am schnellsten zu schwimmende Stil ist, schwimmen auf Hochleistungsniveau typischerweise alle vier Staffelmitglieder im Kraulstil.
definiert von: Joachim Hüffmeier, Guido Hertel
Beschreibt zielgerichtete, die legitimen Ziele der Organisation unterstützende Verhaltensweisen im Arbeitskontext, die selbstbestimmt ausgeführt werden, d.h. deren Ausübung nicht oder nur zu Minimalstandards eingefordert werden kann. Diese Verhaltensweisen können sich auf andere Individuen, auf die Organisation oder auf die eigene Aufgabe bzw. deren Erfüllung richten.
definiert von: Jenny S. Wesche, Peter M. Muck
Gruppe, zu der eine Person sich nicht zugehörig fühlt oder nicht angehört (Stroebe, Jonas, & Hewstone, 2002).
definiert von: Sandy Schumann
Die Stellvertreter-Emotion von Peinlichkeit. Empfindet man typischerweise für eine andere Person in einer peinlichen Situation, wenn diese andere Person selbst keine Zeichen von Peinlichkeit zeigt und sich also anscheinend der Normverletzung, die die Peinlichkeit hervorruft, nicht bewusst ist.
definiert von: Thomas Feiler, Fabian Hutmacher
Ein von Wagener (2001) entwickelter Test zur Messung komplexen Problemlösens. Die Aufgabe der Testperson ist es, innerhalb von 50 Monaten (Spielrunden) maximalen Gewinn mit einem simulierten Wald zu erwirtschaften. Dabei gilt es, die zugrunde liegende Dynamik zu erforschen und das so erworbene Wissen optimal anzuwenden.
definiert von: Nicolas Becker, Samuel Greiff, Matthias Stadler
Seit den 80er und 90er Jahren des 20. Jahrhunderts werden funktionelle bildgebende Verfahren zunehmend in der neurowissenschaftlichen Forschung eingesetzt. Verfahren wie die Positronen-Emissions-Tomographie (PET) und die funktionelle Magnet-Resonanz-Tomographie (fMRT) erlauben Rückschlüsse auf die Aktivierung von Hirnregionen während bestimmter Aufgaben. Am weitesten verbreitet ist mittlerweile der Einsatz der fMRT. Diese Technik macht sich die unterschiedlichen magnetischen Eigenschaften von Blut in Abhängigkeit vom Sauerstoffgehalt des Blutes zunutze. Da angenommen werden kann, dass aktive Hirnbereiche einen erhöhten Sauerstoffverbrauch haben, wird anhand vom Sauerstoffgehalt des Blutes auf die neuronale Aktivierung in dieser Region rückgeschlossen.
definiert von: Stefanie Höhl