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K

Als Kalibrierung wird der Prozess bezeichnet, in welchem ein Prüfer seine interne Bewertungsskala, die Verwendung eines vorgegebenen Bewertungs- oder Notensystems, auf einen aktuellen Prüfungs- und oder Leistungsstand einstellt und festlegt.
definiert von: Christian Unkelbach
Ein Kandidatengen ist ein Gen, von dem ausgegangen wird, dass es in einem begründeten Zusammenhang mit einem interessierenden Merkmal steht.
definiert von: Sebastian Markett, Christian Montag, Martin Reuter
Gruppierung von Objekten oder Menschen, die als ähnlich angesehen und entsprechend ähnlich behandelt werden.
definiert von: Nicole Harth
Experimentelles Vorgehen zur Absicherung eines Ursache-Wirkung-Zusammenhangs.
bezeichnet die Beziehung zwischen Ursache und Wirkung. Ein Ereignis ist die Ursache für eine Wirkung, wenn die Wirkung durch die Ursache herbeigeführt wird.
definiert von: Aileen Oeberst
(engl.) Verwandtschaft.
definiert von: Ayaka Tsuchiya
(Psychological Safety Climate)"Wahrnehmung innerhalb eines Teams, dass man ohne negative Konsequenzen interpersonelle Risiken eingehen kann
definiert von: Astrid Macamo
Die Klimakrise ist eine enorme Bedrohung für den Planeten und alle Lebewesen. Sie folgt aus von Menschen verursachten Veränderungen der Atmosphäre und des Klimasystems, insbesondere durch massive Treibhausgasemissionen – oft auch als "Klimawandel" bezeichnet. Ihre Auswirkungen sind real, permanent, schwer zu kontrollieren und weltweit sicht- und spürbar. Sie zeigen sich insbesondere in Form von steigendem Meeresspiegel, extremen Wetterereignissen, Dürren, Hitzewellen und dem Aussterben von Arten. Die Klimakrise gefährdet nicht nur die Umwelt, sondern auch die Stabilität der menschlichen Gesellschaften. Dabei zeigt sich eine deutliche soziale Ungerechtigkeit: Die am stärksten benachteiligten und am wenigsten widerstandsfähigen Bevölkerungsgruppen sind am meisten betroffen. Psychologisch gesehen kann die Klimakrise starken Stress (auch: Klimastress) auslösen, da das Ausmaß der Bedrohung schwer zu überschauen ist und sie individuell nicht kontrolliert werden kann. Um sie bewältigen und eindämmen zu können, müssen die Menschen gemeinsam grundlegende Veränderungen in den sozialen, politischen, wirtschaftlichen und ökologischen Beziehungen vornehmen.
definiert von: Julia Asbrand, Felix Peter, Claudia Calvano, Lea Dohm
Unter Klimaschutz verstehen wir individuelle und politische Maßnahmen, die zur Reduktion des Ausstoßes von Kohlenstoffdioxid – dem Haupttreiber des Klimawandels – beitragen.
definiert von: Laura Loy, Gerhard Reese
Klimastress beschreibt die körperlichen und emotionalen Reaktionen auf die direkten und indirekten Folgen der Klima- und Biodiversitätskrise. Klimastress ist komplex und wird durch verschiedene Arten von Stressoren verursacht. Das können beispielsweise direkt auf die Person wirkende Stressoren wie sehr hohe Temperaturen in einer Hitzewelle sein. Soziale Stressoren können sich ergeben, wenn in Folge von klimabedingten Naturkatastrophen z. B. Angehörige sterben. Ökologische Stressoren wiederum beschreiben negative Veränderungen der Umwelt, z. B. wenn das Absterben von Wäldern miterlebt wird. Diese Stressoren können unmittelbar auftreten, zum Beispiel durch ein selbst erlebtes extremes Wetterereignis wie einen starken Sturm. Sie können auch über Medien vermittelt werden, beispielsweise durch Berichte über klimabedingte Naturkatastrophen. Klimastress kann sich zudem aus Ängsten und anderen unangenehmen Gefühlen wie Frustration und Hoffnungslosigkeit gegenüber möglichen zukünftigen Auswirkungen der Klimakrise entwickeln. Die psychischen Auswirkungen von Klimastress können unterschiedlich sein und reichen von Unruhe und Sorgen bis hin zu stärkeren psychischen Belastungen wie Angstzuständen und Depression. Zusätzlich können verschiedene Belastungssymptome und andere stressbedingte Erkrankungen auftreten. Diese können das Wohlbefinden und die Lebensqualität beeinträchtigen. Daher ist es wichtig, wirksame Bewältigungsstrategien und -maßnahmen zu entwickeln.
definiert von: Julia Asbrand, Felix Peter, Claudia Calvano, Lea Dohm
Der Begriff Kognition umfasst die mentalen Prozesse und Strukturen von Personen. In der Kognitionspsychologie werden vor allem Informationsverarbeitungsprozesse untersucht, also z. B. wie Wissen gelernt, gespeichert, abgerufen und eingesetzt wird.
definiert von: Christina Bermeitinger
Teildisziplin der Psychologie und Sammelbegriff für Theorien und Befunde, darüber was Menschen zur Erkenntnis über seine Umwelt und zu rationalem Umgang damit befähigt.
definiert von: Martin Daumiller, Benedikt Wisniewski
Eine kognitive Architektur umfasst eine fundierte Theorie menschlicher Informationsverarbeitung und deren Umsetzung in ein lauffähiges Computerprogramm. Damit lassen sich Vorhersagen zu menschlichem Verhalten ableiten und testen, die beispielsweise für die Simulation sicherheitskritischer Aufgaben oder die Anpassung von Lernumgebungen genutzt werden können. Eine häufig verwendete und gut entwickelte kognitive Architektur ist ACT-R von John R. Anderson.
definiert von: Maria Wirzberger
Nicht-Übereinstimmung von Selbstbild und Selbstwahrnehmung (man tut etwas, was sich eigentlich nicht mit dem Bild von sich selbst vereinbaren lässt)
definiert von: Benjamin Schüz, Natalie Schüz
Nach Leon Festinger ein aversiver motivationaler Zustand aufgrund mindestens zwei sich widersprechender Kognitionen, der das Individuum dazu motiviert, diesen unangenehmen Zustand abzubauen.
definiert von: Sascha Schmid
Fähigkeit, innere Zustände anderer Menschen (z. B. Emotionen, Gedanken, Intentionen) zu erkennen und zu verstehen.
definiert von: Peter Eric Heinze
U.a. Wahrnehmungs- und Aufmerksamkeitsprozesse, unterschiedliche Facetten des Denkens, Gedächtnis- und Entscheidungsprozesse, Intelligenz, mentale Vorstellungen und Sprache.
definiert von: Petra Jansen
Kognitive Fähigkeiten beziehen sich auf die mentalen Prozesse und Fertigkeiten, die das Denken, Wahrnehmen, Erinnern, Lernen und Problemlösen umfassen. Diese Fähigkeiten ermöglichen es, Informationen zu verarbeiten, Schlussfolgerungen zu ziehen und effektiv auf Herausforderungen zu reagieren.
definiert von: Svenja Bährens, Mira Fauth-Bühler
Eine kognitive Heuristik kann als eine Art Faustregel beschrieben werden, die Menschen als Entscheidungshilfe dient und es ermöglicht, Entscheidungen schnell und auf der Grundlage von nur wenigen Informationen mit einer geringen kognitiven Anstrengung zu treffen.
definiert von: Christian von Sikorski
Leistungsmöglichkeiten im geistigen Bereich von der Wahrnehmung bis zum Denken.
definiert von: Petra Sandhagen
Mit kognitiver Kontrolle sind verschiedene Fähigkeiten gemeint, die selbständiges, flexibles und zielorientiertes Verhalten unterstützen. Beispiele solcher Fähigkeiten im täglichen Leben sind zum Beispiel, zwischen mehreren Aufgaben hin und her zu wechseln, sich Dinge im Kurzzeitgedächtnis zu merken oder automatische, reflexartige Reaktionen zu unterdrücken. 
definiert von: Sven C. Mueller
Die kognitive Leistung umfasst verschiedene Funktionen des Gehirns wie z.B. die Wahrnehmung, die Aufmerksamkeit, das Lernen, das Gedächtnis, Denk- und Urteilsvermögen.
definiert von: Lavinia Flückiger, Mattea Dallacker, Roselind Lieb, Jutta Mata
Kapazitäten im Gedächtnis, die bestimmten Aufgaben zugewendet werden können. Führen wir mehrere Aufgaben gleichzeitig aus oder sind wir unter Zeitdruck, dann bleibt nicht genug Aufmerksamkeit übrig, um zum Beispiel Stereotype zu unterdrücken.
definiert von: Jenny V. Bittner
 "Die intuitive Einschätzung wie wahrscheinlich ein negatives Ereignis eintritt oder wie schwerwiegend dies wäre. Beispiel: Wie wahrscheinlich ist es, dass ich an Corona erkranke? Wie schwerwiegend wäre eine Corona Erkrankung für meine Gesundheit?
definiert von: Julia E. Koller
Eine nicht-medikamentöse Behandlungsmethode, deren Ziel die Aufrechterhaltung, Wiederherstellung oder Verbesserung kognitiver Fähigkeiten ist. Das Training wird oft computergestützt durchgeführt und ist gekennzeichnet durch das wiederholte Training mit einem standardisierten Set theoretisch fundierter Aufgaben, die spezifische kognitive Prozesse ansteuern.
definiert von: Daniel Scharfenberg
Gedanken bzw. Informationen, die einem besonders leicht in den Sinn kommen, besitzen eine hohe kognitive Verfügbarkeit. Unterschiedliche Situationen, in denen wir uns befinden, können jeweils zu Unterschieden im Ausmaß der kognitiven Verfügbarkeit derselben Gedanken führen.
definiert von: Jens Hellmann, Deborah Felicitas Thoben
auch cognitive bias, cognitive illusion; Oberbegriff für Wahrnehmungs- und Denkfehler, die systematisch auftreten und menschliche Entscheidungen beeinflussen können
definiert von: Lea Sperlich
Eine Form der Verhaltenstherapie, bei der Kognitionen, also Einstellungen, Gedanken, Überzeugungen und Bewertungen im Mittelpunkt stehen. Die Idee dieser Therapieform ist, dass die subjektive Sicht des Patienten über sein Verhalten entscheidet. Um dysfunktionale Emotionen und Verhalten zu verändern, müssen daher zuerst die Kognitionen des Patienten verändert werden.
definiert von: Silvana Weber, Constanze Schreiner
Metapher für den Menschen, der zu vereinfachter Urteilsbildung und Heranziehung von Faustregeln tendiert.
definiert von: Samineh Sanatkar, Katja Corcoran
Wissensstruktur, bei der Einzelelemente von Erlebnissen zu einer Einheit (Schema) zusammengefasst werden, das Wiedererkennung und Verarbeitung erleichtert.
definiert von: Isabell Winkler, Peter Sedlmeier
Bei dieser Art von Training sollen geistige Leistungen durch das wiederholte Ausführen von Aufgaben mit ansteigendem Schwierigkeitsgrad verbessert werden.
definiert von: Julia Karbach, Cora Titz
bedeutet, dass die Teile eines Systems gut zusammenarbeiten und harmonisch koordiniert sind. Im Gehirn bezieht sich Kohärenz auf die synchronisierte Aktivität von Nervennetzwerken. Hohe Kohärenz bedeutet, dass die Netzwerke gut koordiniert und miteinander verbunden sind, während niedrige Kohärenz auf eine weniger koordinierte Aktivität hinweist.
definiert von: Svenja Bährens, Mira Fauth-Bühler
bezeichnet die Wirkung geschichtlich bedingter epochaler Einflüsse auf Forschungsergebnisse über verschiedene Aspekte des individuellen Lebens: Menschen, die in einer bestimmten Zeit geboren wurden, werden von besonderen historischen und kulturellen Bedingungen beeinflusst.
definiert von: Cornelia Rauschenbach
beschreibt das gemeinsame Auftreten von zwei oder mehreren Ereignissen. Dieses Zusammentreffen kann zeitlich geschehen (gleichzeitig/kurz nacheinander) oder räumlich (nah beieinander).
definiert von: Aileen Oeberst
Identität, die sich durch die Zugehörigkeit zu einer sozialen, in der Regel kulturellen Gruppen ergibt. Es handelt sich um eine spezielle Form der sozialen Identität, die durch die Zugehörigkeit zu einem größeren Kollektiv geprägt ist. Menschen können mehrere kollektive Identitäten besitzen.
definiert von: Lena Frischlich, Diana Rieger
Die Fähigkeit, die Probleme einer Gemeinde gemeinschaftlich zu lösen
definiert von: Jenny C. Su
In Anlehnung an die Theorie der Sozialen Identität wird der kollektive Selbstwert als der Teil des Selbstwerts einer Person definiert, der über die Zugehörigkeit zu bestimmten sozialen Gruppen geprägt wird.
definiert von: Jost Stellmacher, Gert Sommer
jede Art der Handlung, die darauf abzielt, die soziale Stellung der eigenen Gruppe zu erhalten oder zu verbessern.
definiert von: Julia C. Becker
Das Wohlergehen der Gemeinschaft ist das höchste Gut. Die Rechte und Interessen des Einzelnen werden denen der Gruppe untergeordnet.
definiert von: Christian Kandler, Rainer Riemann
Vermeintlicher Typ von Lernenden, von dem fälschlicherweise behauptet wird, dass er über kommunikative Wahrnehmung besonders gut lernen würde. Also durch Gespräche, Diskussionen und einem interaktiven Austausch. Siehe Lerntyp.
definiert von: Martin Daumiller, Benedikt Wisniewski
bedeutet, dass man intelligent, geschickt und fähig ist (persönliche) Kontrolle: die wahrgenommene Fähigkeit, Einfluss auszuüben und die Umwelt zu verändern, mit dem Ziel, bestimmte Ereignisse zu erreichen
definiert von: Theresa DiDonato
Testverfahren zur Erfassung komplexer Problemlösefähigkeit. Die Szenarien werden üblicherweise in Form von Computersimulationen vorgegeben, die Strategiespielen ähneln.
definiert von: Nicolas Becker, Samuel Greiff, Matthias Stadler
Komplexes Problemlösen ist der Prozess der Lösung komplexer Probleme, die sich durch Polytelie (d. h. dem Vorhandensein mehrerer, möglicherweise konfligierender Ziele), Vernetztheit, Intransparenz und Eigendynamik auszeichnen. Für die erfolgreiche Bewältigung komplexer Probleme werden vier Fähigkeiten als grundlegend betrachtet. Im Einzelnen sind dies Zielausarbeitung und Balancierung, Informationsgewinnung und -integration, Maßnahmenplanung und -entscheidung sowie Selbstmanagement.
definiert von: Nicolas Becker, Samuel Greiff, Matthias Stadler
Nicht einheitlich verwendeter Begriff. Umgangssprachlich wird darunter häufig jede Art von Einigung zwischen Verhandlungsparteien verstanden, die durch gegenseitige Zugeständnisse erreicht wurde. In der Verhandlungsforschung steht der Begriff dagegen speziell für Einigungen, die durch ähnlich große Zugeständnisse aller Parteien bei allen Verhandlungsthemen erreicht wurden (sprichwörtlich: „sich auf halben Weg entgegenkommen“). Geht man von dem zweiten Verständnis aus, stellen als Kompromisse bezeichnete Lösungen häufig keine idealen Lösungen dar.
definiert von: Marco Warsitzka, Valentin Ade, Roman Trötschel
Begriff aus der Lernpsychologie, der die Art und Weise bezeichnet, wie Ereignisse, Stimuli und Verhalten miteinander assoziiert werden.
definiert von: Julia Thurn, Wolfgang Schlicht
Erzählen von objektiv falschen Begebenheiten, Information oder Aussagen.
definiert von: Jennifer M. Schell-Leugers, Harald Merckelbach
Anpassung an die Position der Mehrheit. Individuelles Verhalten, Einstellungen, Urteile oder Meinungen werden unter Gruppendruck an die übrigen Gruppenmitglieder angeglichen.
definiert von: Deborah Felicitas Thoben, Hans-Peter Erb
Im Englischen auch „Split“, bezeichnet die Diskrepanz zwischen genitaler und subjektiver Erregung.
definiert von: Andreas M. Baranowski, Rudolf Stark
Im Englischen auch „Split“, bezeichnet die Diskrepanz zwischen genitaler und subjektiver Erregung.
definiert von: Andreas M. Baranowski, Rudolf Stark
Der Begriff Konnektom bezeichnet in Anlehnung an den Begriff Genom die Gesamtheit von Nervenverknüpfungen im Gehirn (vom Englischen Wort „connection“ für Verknüpfung).
definiert von: Sebastian Markett, Christian Montag, Martin Reuter
Information über die Übereinstimmung hinsichtlich Meinungen und Standpunkten. Der Konsens in einer sozialen Gemeinschaft bietet dem Einzelnen Orientierung, offenbart Erwartungen, die an ihn herangetragen werden könnten, und legt fest, was als „normal“ und akzeptiert gilt.
definiert von: Deborah Felicitas Thoben, Hans-Peter Erb
Um zwischen Minderheiten und Mehrheiten zu differenzieren, wird im Konsensansatz (z. B. Erb & Bohner, 2010) die numerische Größe einer Einflussgruppe als entscheidendes Unterscheidungsmerkmal betrachtet. Die Minderheit ist notwendigerweise numerisch kleiner als die Mehrheit oder anders ausgedrückt, die Meinungsübereinstimmung (der Konsens) fällt bei einer Minderheitsposition geringer aus als bei einer Mehrheitsposition. Da sich die Einflussgruppen lediglich hinsichtlich einer einzigen Variablen unterscheiden (hoher oder niedriger Konsens), ist Konsens die einzige Variable, die Minderheiten und Mehrheiten in jedem sozialen Kontext definiert.
definiert von: Deborah Felicitas Thoben, Hans-Peter Erb
Häufig nicht korrekte Annahme, dass andere Menschen die eigene Weltsicht teilen, bzw. dieselben Einstellungen, Werte und Prioritäten besitzen.
definiert von: Marco Warsitzka, Valentin Ade, Roman Trötschel
Begriff für den Widerspruch, dass wir Verhalten von Menschen intuitiv als sehr konsistent über die Zeit hinweg einschätzen, der Zusammenhang zwischen Verhaltensweisen zu verschiedenen Zeitpunkten in Wirklichkeit aber sehr gering ist.
definiert von: Martin Daumiller, Benedikt Wisniewski
Konsolidierung findet statt, wenn neue Informationen aus dem Kurzzeitgedächtnis (das leicht gestört werden kann) in das Langzeitgedächtnis (das stabiler ist) übertragen werden. Die Gedächtniskonsolidierung benötigt Zeit.
definiert von: Jan Crusius, Oliver Genschow
Der Begriff des Konsumenten-Selbst beschreibt, wie die Mechanismen der Konsumgesellschaft die Struktur dafür vorgeben, als wer oder was eine Person in dieser Gesellschaft gilt.
definiert von: Nadja Peter, Anette Rohmann
Die Idee, wonach Kontakt zwischen Mitgliedern zweier Gruppen Spannungen, die zwischen den Gruppen bestehen, reduziert, insbesondere dann, wenn der Kontakt unter bestimmten Bedingungen stattfindet.
definiert von: Jim A. C. Everett
Bezeichnet in einer wissenschaftlichen Untersuchung diejenigen Versuchspersonen, die keiner Behandlung ausgesetzt werden, die ansonsten aber den Experimentalgruppen gleichen. Wenn sich die Experimental- und die Kontrollgruppe in den Messwerten voneinander unterscheiden, kann man davon ausgehen, dass dies auf die Behandlung im Experiment zurückzuführen ist.
definiert von: Alana Krix, Melanie Sauerland
Beschreiben nach Kuhl emotionale und kognitive Prozesse, welche die Erreichung des momentanen Ziels unterstützen, indem sie es beispielsweise vor Konkurrenzzielen abschirmen. Exemplarische Strategien wären die Emotionskontrolle (Generierung dienlicher Emotionen) oder die Motivationskontrolle (Fokussierung positiver Zielanreize).
definiert von: Stephan Lau
Ausmaß, mit dem eine Person glaubt, das eigene Leben selbst bestimmen zu können (internal) bzw. das Leben unterliege der Kontrolle anderer Personen (external).
definiert von: Isabell Winkler, Peter Sedlmeier
Eine Verknüpfung mehrerer Wissenselemente und somit mehr als ein einzelner Fakt. Konzepte haben Funktionen wie Klassifikation oder Komplexitätsreduktion der Umwelt. 
definiert von: Christian Thurn, Michaela Meier
Ein soziales Dilemma zeichnet sich durch den Konflikt zwischen Eigen- und Kollektivinteresse aus. Individuell ist es vorteilhaft, nicht mit den anderen Gruppenmitgliedern zu kooperieren. Verhalten sich jedoch alle Gruppenmitglieder unkooperativ, ist der Ausgang für jedes Individuum schlechter im Vergleich zu vollständiger Kooperation. Als Anwendungsbeispiel lässt sich das Beitragsverhalten zum Klimaschutz nennen.
definiert von: Dorothee Mischkowski
Kooperation ist die Zusammenarbeit, die auf ein gemeinsames Ziel ausgerichtet wird. Das Kooperationsprinzip nach Grice beschreibt, dass sich Menschen normalerweise im kommunikativen Austausch kooperativ verhalten.
definiert von: Max Vetter, Michaela Wänke
Kopierzahlvariation sind strukturelle Unterschiede auf der DNA, die aus Aussparung oder Vervielfältigung von Nukleobasensequenzen bestehen.
definiert von: Sebastian Markett, Christian Montag, Martin Reuter
Stärke des Zusammenhangs zweier Variablen von 1 (perfekter positiver Zusammenhang: je größer die eine Variable, desto größer die andere Variable) bis -1 (perfekter negativer Zusammenhang: je größer die eine Variable, desto kleiner die andere Variable); 0 bedeutet, dass es keinen Zusammenhang zwischen den Variablen gibt.
definiert von: Isabell Winkler, Peter Sedlmeier
Studien, die den Zusammenhang zwischen verschiedenen Merkmalen erfassen. Diese können keine Aussagen über verursachende Faktoren machen.
definiert von: Sabine Glock
Als Korrespondenzverzerrung wird die Tendenz bezeichnet, dass wir aus dem Verhalten Anderer häufig auf zugrundeliegende stabile Persönlichkeitseigenschaften der handelnden Person schließen - auch dann, wenn alternative Erklärungen, beispielsweise über die verursachende Situation, zur Verfügung stehen. So würden wir zum Beispiel das Verhalten “Linda zerschmettert die Vase” eher damit erklären, dass Linda aggressiv oder tollpatschig ist, als damit, dass die Vase wackelig stand. Die Korrespondenzverzerrung ist ein sehr stabiler Effekt, der schon seit einigen Jahrzehnten in vielen Forschungsarbeiten nachgewiesen wurde.
definiert von: Jana Mangels
Im Rahmen des Kraftspeichermodells geht man davon aus, dass sämtliche Selbstkontrollhandlungen auf einem begrenzten Kraftspeicher basieren, der den „Treibstoff“ für erfolgreiche Selbstkontrollausübung bereitstellt.
definiert von: Chris Englert, Alex Bertrams
(Engl. Strength Model of Self-Control) = Theoretisches Modell, das davon ausgeht, dass die erfolgreiche Ausführung von Selbstkontrolle (aber auch anderer willentlicher Handlungen) von der momentanen Verfügbarkeit einer begrenzten Ressource abhängt (für einen knappen Überblick siehe Baumeister, Vohs & Tice, 2007). Mögliche andere deutsche Bezeichnungen für das Modell sind Ressourcenmodell oder Selbstregulationsressourcenmodell.
definiert von: Alex Bertrams
Der Prozess, konzeptuelle Grenzen eines bereits bestehenden Konzepts zu erweitern, indem man dieses mit anderen, scheinbar irrelevanten Konzepten verbindet.
definiert von: Chi-yue Chiu, Angela Ka-yee Leung
ein viel untersuchtes Phänomen typischerweise zugehörig zu a) einer Person, b) einem Produkt, c) einem Verfahren, oder d) einer Umgebung; es wird unterschieden zwischen Herstellung von neuen und nützlichen Dinge, wohingegen zahlreiche Ansätze zur Definition, Hervorrufung und Verbesserung von Kreativität in den vier Bereichen entwickelt wurde
definiert von: Theresa DiDonato
Beschreibt die Fähigkeit „etwas neu schöpfen, etwas erfinden, etwas erzeugen, herstellen“, wobei nach Guilford die Aspekte der Flüssigkeit der Ideenproduktion, der Flexibilität (unterschiedliche Ideenbereiche) und der Originalität (Seltenheit oder sogar Einzigartigkeit der Idee) unterschieden werden. Die von Guilford zur Messung von Kreativität vorgeschlagenen divergenten Denktests sind als direkte Indikatoren allerdings umstritten; teilweise werden sie als Indikatoren für das Potenzial zu hoher Kreativität betrachtet.
definiert von: Aljoscha C. Neubauer, Elsbeth Stern
Um als kreativ bewertet zu werden, muss eine Idee oder ein Produkt neu und angemessen sein. Man kann zwischen „kleiner“ und „großer“ Kreativität unterscheiden (little-c und Big-C). Um der Kategorie Big-C zugeschrieben zu werden, muss ein kreatives Produkt gesellschaftliche Relevanz aufweisen und von anderen als wertvoll erachtet werden (z. B. die Entwicklung des ersten Smartphones). Um kreativ zu sein im Sinne von little-c hingegen, reicht alltägliche Kreativität aus (z. B. das Nutzen eines Glasgefäßes als Lautsprecherersatz für das Smartphone). Außerdem kann man zwischen kreativem Potenzial und der kreativen Leistung unterscheiden. Eine Person, die ein hohes kreatives Potenzial hat, die also um die Ecke denken kann und der viele Ideen einfallen, muss diese Ideen nicht unbedingt umsetzen. Von kreativer Leistung spricht man erst, wenn neue und angemessene Einfälle auch in die Tat umgesetzt werden, wenn also Problemlösungen und kreative Produkte entstehen.
definiert von: Sabrina Bechtel-Kühne
Ein kriteriumsorientierter Test ist ein standardisiertes Messinstrument, dessen Ergebnisse als kontinuierlich oder kategorial beschriebene Ausprägungen eines Individuums bezüglich einer wohldefinierten Inhalts- oder Verhaltensdomäne interpretierbar sind. In der Kompetenzdiagnostik sind aufgrund kriteriumsorientierter Tests Aussagen über das Wissen und Können der getesteten Individuen möglich.
definiert von: Christian Spoden
Gehört zu einem Bereich der sozialen Wissenschaften, der kulturelle Unterschiede unter Menschen erforscht
definiert von: Jennifer Bosson
Kulturdimensionen sind Kategorien, mit denen sich verschiedene (Arbeits-)Kulturen beschreiben und vergleichen lassen.
definiert von: Dina Gericke, Leena Pundt, Jürgen Deller
Von anderen Menschen geteilte Überzeugungen über die Realität, die dem Menschen in seinem Leben Orientierung, Sinn und ein Gefühl von Sicherheit geben und dadurch schützend wirken.
definiert von: Simon Schindler
Künstliche Systeme sind Hard- und/oder Software-Einheiten, die von Menschen erdacht oder konstruiert wurden. Als künstlichen Agenten bezeichnet man ein künstliches System, das Aufgaben weitgehend selbstständig und zielgerichtet bearbeiten kann. Dabei tauscht sich der künstliche Agent mit seiner Umgebung und anderen Agenten aus, d. h. er interagiert. Er ist quasi ein künstlicher sozialer Agent.
definiert von: Nadine Vietmeier
Im Kontext des Textes wird der Begriff künstliche Kategorien für diejenigen Kategorien verwendet, welche von Menschen gemachte Objekte umfassen, also z. B. Werkzeuge, Möbel, Kleidungsstücke. Der Begriff künstliche Kategorien wird in anderen Kontexten auch verwendet, um arbiträre, also z. B. für den Zweck der Untersuchung ausgedachte Kategorien, zu bezeichnen.
definiert von: Christina Bermeitinger