Ü
Als Übergangsobjekt (D. W. Winnicott) wird im psychoanalytischen Sinn ein vom Säugling/Kleinkind gewählter Gegenstand bezeichnet, der ihm hilft, seine ‚innere Realität‘ von der äußeren Realität zu unterscheiden und dennoch beide Ansprüche zu vereinbaren. In diesem Übergangsraum kann das Kind über dieses Objekt als seinem ersten ‚Nicht-Ich-Besitz‘ verfügen und es zur psychischen Stabilisierung in Situationen von Trennung und Bedrohung nutzen. Im weiteren Lebensverlauf werden solche Übergangsräume auch mit kreativen Leistungen und der Schaffung kulturell bedeutsamer (Übergangs-)Objekte in Verbindung gebracht.
U
In der Verhaltensgenetik werden zwei Arten von Umwelteinflüssen unterschieden: geteilte Umwelteinflüsse (c2) beschreiben dabei solche Faktoren, die gemeinsam aufwachsende Individuen ähnlicher machen. Nichtgeteilte Umwelteinflüsse (e2) bezeichnen hingegen Faktoren, die zur Unähnlichkeit von Individuen beitragen.
Wenn eine Gegenüberstellung so aufgebaut ist, dass eine (meistens tatverdächtige) Person in der Aufstellung heraussticht. Wird Personen ohne Tatwissen (solchen, die beim Tathergang nicht dabei waren) eine Täterbeschreibung gegeben, können diese den oder die TäterIn bei einer unfairen Gegenüberstellung mit hoher Wahrscheinlichkeit korrekt identifizieren.
Je ungerechtigkeitssensibler eine Person ist, desto stärker leidet ihr Wohlbefinden unter Ungerechtigkeiten. Ungerechtigkeitssensibilität differenziert sich in die Facetten Opfersensibilität, Beobachtersensibilität, Nutznießersensibilität und Tätersensibilität.
Informationen, die zu Beginn einer Gruppendiskussion jeweils nur einem Gruppenmitglied bekannt sind.
Die Vorstellung, dass Männlichkeitsstatus weitestgehend verstanden wird als schwer fassbar (schwer zu erreichen) und unsicher (leicht zu verlieren)
Unsere Bewertungen von Personen oder Situationen können systematisch verzerrt sein. So ist es möglich, dass eine alte Person sich selbst zwar fit fühlt, aber trotzdem andere alte Menschen als wenig leistungsfähig einstuft. Dies liegt meist daran, dass wir sehr viele Eindrücke aus unserer Umwelt aufnehmen, die wir nicht alle gleichzeitig verarbeiten können. Um trotzdem schnell handeln zu können, verlässt sich unser Gedächtnis auf sogenannte Daumenregeln. Diese können manchmal auch zu falschen Urteilen führen.
Urteile über Personen sind dann verzerrt, wenn sie positiver oder negativer als akkurate Einschätzungen der Personen sind.
"Gemäß utilitaristischer ethischer Positionen kann Leid akzeptiert werden, um den Nutzen insgesamt zu maximieren, da Moral anhand der Konsequenzen einer Handlung definiert wird: Handlungen, die positive Konsequenzen maximieren, sind moralisch, auch falls sie es mit sich bringen, anderen Leid beizubringen (z. B. John Stuart Mill).