Vertrauensspiele sind standardisierte Situationen, in denen sich die Versuchspersonen entscheiden müssen, wie viel von einer ihnen zur Verfügung stehenden Ressource (Geld, Lose etc.) sie einer anderen Versuchsperson schenken (in der Erwartung, dass auch diese zweite Versuchsperson etwas von ihrem Geld abgibt) und wie viel sie selbst behalten. Unsere Versuchspersonen hatten einen Betrag von insgesamt 1 Euro zur Verfügung. Um dem Schenken einen Anreiz zu geben, wurde der verschenkte Betrag von der „Bank“ jeweils verdreifacht. Es lohnte sich also, sein Geld zu verschenken, aber nur dann, wenn man davon ausgehen konnte (oder wollte), dass der Partner ebenfalls Geld verschenkt – ansonsten wäre es sinnvoller, das Geld selbst zu behalten. Anders gesagt: Wer weniger Geld verschenkt, der fürchtet offenbar, dass sein Partner auch nicht kooperativ sein wird.