Im Deutschen auch “Bahnung” genannt. Im weiteren Sinne ist Priming jede Art der Beeinflussung einer Person durch einen bestimmten Reiz oder Kontext. Im engeren Sinne ist Priming ein Versuchsaufbau der kognitiven Psychologie, in welchem kurz nacheinander zwei Reize (1. Reiz = Prime, 2. Reiz = Target) präsentiert werden. Die Versuchsperson muss meist nur auf den zweiten Reiz reagieren. Die beiden Reize stehen in einigen Durchgängen zueinander in Beziehung (z. B. semantisch siehe semantisches Priming oder auch emotional, d.h. die beiden Reize sind z. B. beide positiv wie etwa Liebe – Friede), in anderen Durchgängen haben die beiden Reize keine Beziehung zueinander, sind also nicht assoziiert miteinander. Typischerweise reagiert die Versuchsperson auf das Target schneller, wenn der vorangehende Prime eine Beziehung zum Target aufweist.