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 "Ein genereller Vorteil von physischer Attraktivität zeigt sich in der Regel vor allem für gegengeschlechtliche Personen, wohingegen sich hohe Attraktivität in gleichgeschlechtlichen Konstellationen seltener positiv auswirkt und mitunter sogar nachteilig sein kann. Dieses systematische Antwortmuster genannt „Attraktivitäts-Geschlechts-Bias“ (attractiveness gender bias; Agthe, Spörrle & Försterling, 2008) zeigte sich nicht nur im menschlichen Denken und Urteilen (d. h. kognitiv, also z. B. bei Auswahlentscheidungen), sondern auch hinsichtlich Emotionen (wie z. B. in Form von positiver versus negativer Stimmung) sowie im Verhalten von Personen (z. B. bezüglich des Wunsches nach Freundschaft und/oder Zusammenarbeit mit einer attraktiven Person). Im Falle von Attributionen (d. h. Ursachenzuschreibungen) spricht man bei diesem Reaktionsmuster auch vom sogenannten Sexual Attribution Bias (Försterling, Preikschas, & Agthe, 2007).

definiert von
Maria Agthe, Daniela Niesta-Kayser