Bei Liebeskummer erstmal Lieblingsfilm und literweise Speiseeis? Soweit die Darstellung in populären Medien. Doch lässt uns Traurigkeit wirklich häufiger zu Süßem greifen? Und hilft Eis gegen Traurigkeit? Wie genau Emotionen und Essverhalten sich gegenseitig beeinflussen ist komplex und in der Wissenschaft eher umstritten. Zwei aktuelle Studien der Universität Salzburg werfen weitere Fragen auf.

Viele Menschen denken bei psychischer Gesundheit in Kategorien: Entweder man ist gesund oder krank. Das Konzept der Kontinuumsüberzeugungen bricht mit diesem Schwarz-Weiß-Denken und macht sichtbar, dass es Zwischenstufen und Gemeinsamkeiten gibt. Aktuelle Studien zeigen, dass solche Überzeugungen Stigmatisierung von Menschen mit psychischen Beschwerden verringern können und neue Chancen für hilfreiche Interventionen eröffnen. Doch warum könnte es auch für Dich im Alltag wichtig sein, psychische Gesundheit als Kontinuum zu betrachten? 

Das Überbringen schlechter Nachrichten in der Medizin belastet nicht nur Patientinnen und Patienten, sondern auch Ärztinnen und Ärzte. Eine neue Studie zeigt, wie ein einfacher Perspektivenwechsel hilft, den Stress im entscheidenden Moment umzudeuten und dadurch die körperliche Stressreaktion und die Kommunikation verbessern kann. Davon profitieren am Ende beide Seiten.

Eine wichtige Aufgabe steht an, aber anstatt sie anzufangen, findet sich plötzlich ganz dringend etwas anderes zu tun. Gleichzeitig schleicht sich das schlechte Gewissen an. Das fühlt sich unangenehm an, insbesondere, wenn man das Gefühl hat, eigenen Erwartungen nicht gerecht zu werden. Dieses Phänomen wurde in einer aktuellen Studie von Lischetzke et al. (2024) untersucht. Sie erforschten, inwiefern Prokrastination die Beziehung zwischen perfektionistischem Streben und Wohlbefinden beeinflusste. 

Einsamkeit kann mehr als ein vorübergehendes Gefühl sein. Für manche wird sie zu einem unsichtbaren Teufelskreis. Chronisch einsame Menschen erleben soziale Ausgrenzung intensiver und finden weniger Freude in Gemeinschaften. Sie zeigen Denkfallen, die den Weg aus der Isolation versperren. Besonders für Jugendliche kann dies schwerwiegende Folgen haben. Doch wie entsteht dieser Teufelskreis und vor allem: Wie lässt er sich durchbrechen?

Was du über Hunger glaubst, kann deine Konzentration beeinflussen: Hungrige Teilnehmende, die Hunger als konzentrationsfördernd sahen, schnitten in einer aktuellen Studie, die die kognitive Leistung maß, besser ab als solche, die Verschlechterungen erwarteten. Das zeigt, dass Erwartungen eine entscheidende Rolle spielen können – daher sollten Gesundheitsbotschaften sorgfältig gestaltet sein, um positive Nebeneffekte zu fördern und schädliche zu vermeiden.

Wer kennt es nicht: Man hatte sich fest vorgenommen, nach der Arbeit zum Sport zu gehen, aber plötzlich ist es 22:00, man sitzt auf dem Sofa und die Sportsachen liegen unbenutzt im Schrank. „Tja, ich habe wohl nicht genug Selbstkontrolle!“ – Aber was ist Selbstkontrolle eigentlich und wie misst man, wer davon „viel“ oder „wenig“ hat? Und ist es überhaupt das, worauf es ankommt?