Im Zuge der Flüchtlingsbewegungen taucht immer wieder die Frage auf, wie man eine
Willkommenskultur in Deutschland aufbauen und erhalten kann. Die sozialpsychologische Forschung legt nahe, dass eine vergleichsweise einfache Maßnahme – Kontakt – die
Einstellung gegenüber Geflüchteten positiv beeinflusst. Wir fassen die Forschung zu dieser These – der
Kontakthypothese – zusammen und zeigen auf, wie die Ergebnisse für den Umgang mit Geflüchteten genutzt werden könnten.
Etwa eine Million Geflüchtete kamen im Jahr 2015 nach Deutschland. Vielen soll eine langfristige Bleibeperspektive ermöglicht werden. In unserem Beitrag möchten wir herausstellen, wie wichtig dabei die Entwicklung einer gemeinsamen Identität von Geflüchteten und Mitgliedern der Aufnahmegesellschaft ist. Zudem geben wir ein mögliches Werkzeug an die Hand, das eine solche Identität fördern kann: gegenseitiger
Respekt als gleichberechtigte Interaktionspartner/innen. Dies mag einfach klingen, stellt beide Seiten aber vor enorme Herausforderungen.
Viele Geflüchtete, die in den letzten Jahren nach Deutschland gekommen sind, treffen nun auf den Arbeitsmarkt. Dabei stellen sich bei Unternehmen und ihren Mitarbeiter/innen wichtige Fragen im Umgang mit den neuen Kolleg/innen: Wie können sich kulturelle Unterschiede zwischen Geflüchteten und Deutschen in der Arbeitswelt auswirken? Was für Folgen haben
Vorurteile in Arbeitsteams und wie können sich kulturelle Unterschiede auf Arbeitsergebnisse in Teams auswirken?
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Die sozialpsychologische Forschung legt nahe, dass die Migration von mehr Menschen nach Deutschland mittel- und längerfristig dazu führen kann, die
Vorurteile der deutschen Mehrheitsbevölkerung zu reduzieren. Die aktuelle Flüchtlingssituation in Deutschland kann daher eine Chance sein, bisher fremde Kulturen und Religionen besser zu verstehen. Wichtig dafür ist allerdings, dass es zwischen den unterschiedlichen Gruppen nicht nur zu oberflächlichen Kontakten, sondern zu Freundschaften kommt. Gelingt dies, sehen wir Chancen sowohl für die deutsche Mehrheitsgesellschaft als auch für diejenigen, die zu uns kommen.